Zwei Euro

07.02.-21.03.2018

Vernissage am 07.02. um 18 Uhr
Eine Ausstellung von Anna Zeitler und Charlotte Ehrt



Schaufenster von Klamottenläden locken die Kund*innen stets zu günstigen Angeboten. Die Spitze erreicht der Schnäppchenwahn im Schlussverkauf!  
Besonders bei Kleidung gibt es eigentlich immer ein Schnäppchen zu ergattern. Wie prekär die Produktionsbedingungen und wie verheerend die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind, werden jedoch beim alltäglichen Shopping ausgeblendet.

Die Wertschöpfung für Herstellung von Kleidung und Textilien ist gering und das spiegelt sich auch in den Preisen wieder, die wir bereit sind dafür zu zahlen. Aber Kleidung fällt nicht einfach aus einer Fabrik heraus - sie ist immer noch Handarbeit und benötigt vielfältige Ressourcen. 
Dank zahlreicher Skandale in der Textilindustrie, wissen die meisten Menschen um die verheerenden Zustände. Doch als Konsument*in scheinen sie das zu vergessen.  

Die Ausstellung „Zwei Euro“ von den Designerinnen Anna Zeitler und Charlotte Ehrt beleuchtet sprichwörtlich die Kehrseite des leichtfertigen Konsums. Der Kiosk wird zur Blackbox der Textilindustrie. 
Bei Tageslicht lockt  ein vermeintlich schickes Schaufenster, mit spektakulären Preisen.
Doch wenn die Geschäfte schließen und nur noch spärlich beleuchtet sind, erscheint der Kiosk in einem anderen Licht...

Die Künstlerinnen: 
Anna Zeitler hat im Februar 2016 ihren Master-Abschluss in Conceptual Fashion Design an der Burg Giebichenstein absolviert. Seit dem ist sie als nachhaltige Modedesignerin und Workshopleiterin für die Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Kleidungskonsum selbstständig tätig. Sie bearbeitet diesen Themenkomplex mit Schüler.innen im Rahmen von Projekttagen und entwickelt Upcycling Produkte. Sie engagiert sich seit 2016 im Verein future fashion forward in Berlin. 

Charlotte Ehrt ist ebenfalls Absolventin der Burg Giebichenstein im Fachbereich Spiel- und Lerndesign. Sie ist seit 2014 freiberufliche Designerin von textilem Spielzeug und arbeitet an (Ausstellungs-)Projekten zu gesellschaftspolitischen Themen wie Netzpolitik oder Nachhaltigen Spielzeug. Seit 2013 engagiert sie sich im hr.fleischer e.V..

Die Themen Nachhaltigkeit und bewusster Kleidungskonsum verbindet die beiden und hat sie schon in vergangenen Projekten zusammen geführt. Sie möchten den gesellschaftlichen Prozess hin zu nachhaltiger Lebensweise aktiv voran treiben und mitgestalten. Der Kiosk als freier Kunstraum ermöglicht es, ihr Anliegen in einer neuen Ausdrucksform zu realisieren. 


Voraussichtlich gefördert von der VG Bild Kunst, vom Land Sachsen-Anhalt und von der Stadt Halle (Saale)

Früher war mehr Lametta


Foto: Rita Lass

Früher war mehr Lametta

Installation und Performance von Katja Labedzki und Rita Lass

24.12.2017 bis 2.2.2018
Midissage mit Performance am 12. Januar 2018 um 17 Uhr

Der Jahreswechsel ist eine Zeit der Dunkelheit, der Besinnung und Ruhe und eine Zeit, um sich das Licht durch glitzernde und reflektierende Dinge in das traute Heim zu holen. Doch wo ist das Lametta geblieben? Es ist rar geworden in den Stuben. 
Die beiden Künstlerinnen Katja Labedzki und Rita Lass holten es zurück aus der Versenkung und stellten es in den Fokus ihrer Installation und der Performance zur Midissage am 12. Januar 2018 im Kiosk am Reileck: Im Kiosk wurden die feinen und filigranen Streifen zu strahlendem Glanz und neuer Glätte aufgebügelt – eine meditative Beschäftigung, für die die beiden Künstlerinnen nach der Performance auch das Publikum begeistern konnten.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen am Kiosk vorbeizuschauen und lassen auch Sie sich verzaubern.

Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Halle (Saale).

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Performance zur Midissage

am 12.1.2018 um 17 Uhr

Foto: Joerg Lipskoch
Foto: Joerg Lipskoch

Foto: Joerg Lipskoch
Foto: Joerg Lipskoch














Foto: Rita Lass