Die Schönheit, für die ich nicht gezahlt habe


eine Ausstellung von YunYoung Kim

Mitte April bis Mitte Mai 2018






In jeder Kultur ist Schönheit anders definiert. In unterschiedlichen Ländern dieser Welt versteht man unter Schönheit etwas anderes. Aus diesem Grund hat sich die Künstlerin YunYoung Kim die Frage gestellt, ob es etwas gibt, was universell als schön gilt. Diese Frage hat sie zum Nachdenken über Blumen und Pflanzen gebracht.

Denn sowohl in Deutschland, als auch zum Beispiel in China gelten Blumen als schön. Für diese Schönheit sind wir bereit, Geld auszugeben. Zu unterschiedlichen Anlässen werden auf der ganzen Welt Blumen gekauft: Zu Geburtstagen, zu Beerdigungen, zum Valentinstag, für Krankenhausbesuche oder einfach nur als kleines Geschenk. Aber diese Pflanzen sind nicht dafür bestimmt, für immer zu leben. Ist Schönheit etwas, das für immer bleibt? Denken wir immer noch darüber, wie schön die Blumen und Pflanzen sind, nachdem sie verwelkt sind? Was machen wir mit jenen verwelkten Blumen? Werfen wir sie in den Müll oder legen wir sie einfach auf die Straße?

Diese Fragen schwirrten bei YunYoung Kim im Kopf herum. So entschied sie sich dazu, ein Projekt mit Blumen und Pflanze zu starten. Zuerst möchte sie Menschen dazu einladen, ihre verwelkten Blumen oder Pflanzen zu ihr in den Kiosk zu bringen. Als Austausch dafür bietet sie diesen Menschen eine Zeichnung ihrer eigenen Pflanze an.

 

 

 

ReilEcke 1988

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap
von Hörspiel auf Verlangen
Premiere: 6. April 2018, 20 Uhr








Halle/Saale, nördliche Innenstadt, Hauptverkehrskreuzung Reileck, Ende der 80er Jahre.
Im Mittelpunkt dieser Theaterseifenoper steht Walter Koslowski – Betreiber eines Kiosk vom Typ K600. Vom Bezirksleiter beim staatlichen Postzeitungsvertrieb zwangsversetzt in den Kiosk ist der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften nun sein Geschäft. Und selbstverständlich ist der kleine Laden auch ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und der Diskussionen, – manchmal mehr als es Koslowski lieb ist.

Das Sprecher- und Schauspielerkollektiv „Hörspiel auf Verlangen“ katapultiert hr.fleischers Kiosk am Reileck in die Vorwendezeit. Anhand von Recherchen in Zeitzeugen- und Presseberichten erforschen sie auf ihre theatral-improvisierte Weise das gesellschaftliche Klima und die Zustände der damaligen Zeit. Damit verbunden werden soaptypische Themen wie Meinungs-verschiedenheiten, Liebe und Intrigen.

Was sich genau in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler, gleichermaßen überraschen. Und selbstverständlich endet jede Folge mit einen Cliffhanger – wie sich das für eine richtige Seifenoper gehört.

Premiere am 6. April 2018, 20 Uhr 
weitere Termine: 18.5.2018 / 20 Uhr
22.6.2018 / 20 Uhr
31.8.2018 / 20 Uhr
26.10.2018 / 20 Uhr / Finale 1988

kontakt@hoerspielaufverlangen.de

Dieses Projekt ist gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und durch die Stadt Halle.

Impressionen von der Premiere am 6. April 2018:








BERNSTEINZIMMER

Ausstellung vom 24. März bis zum 4. April 2018
Vernissage am 24. März 2018 um 19 Uhr.

Eine Ausstellung der Keramikklasse Martin Neubert, Kunsthochschule Burg Giebichenstein, mit:
Sophie Danzer, Gabriela Jiménez Falch, Micha Gebhardt, Jan Herzog, Lisa Himpel, Nele Vogt, Luo Xinzhe

Kuratiert von Nina Naußed.


Vor dem Hintergrund der Aufzucht, des Studiums und einer als Gnadenhof dienenden Anlage kommen sie seufzend, jauchzend, strauchelnd und tanzend schon mittags hervor, die andernorts erst nachts aktiv werden. 
Hier herrscht Arbeitsteilung. Die Aufgaben sind an die jeweilige Körpergröße angepasst. Dort ist eines in einem durchsichtigen Lutscher eingegossen, hier eines im Bernstein, ein anderes liegt am Boden einer Mezcalflasche. Beintastler, Gliederfüßler, Hexapödchen. 
Sechs Beine sollen sie haben und vier Flügel. Wir haben nicht immer nachgezählt. Macht nichts. Tassen haben schließlich auch keine Beine. Passen Sie auf, wo Sie hintreten!

Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und durch die Stadt Halle.

Zwei Euro

07.02.-21.03.2018

Vernissage am 07.02. um 18 Uhr
Eine Ausstellung von Anna Zeitler und Charlotte Ehrt



Schaufenster von Klamottenläden locken die Kund*innen stets zu günstigen Angeboten. Die Spitze erreicht der Schnäppchenwahn im Schlussverkauf!  
Besonders bei Kleidung gibt es eigentlich immer ein Schnäppchen zu ergattern. Wie prekär die Produktionsbedingungen und wie verheerend die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind, werden jedoch beim alltäglichen Shopping ausgeblendet.

Die Wertschöpfung für Herstellung von Kleidung und Textilien ist gering und das spiegelt sich auch in den Preisen wieder, die wir bereit sind dafür zu zahlen. Aber Kleidung fällt nicht einfach aus einer Fabrik heraus - sie ist immer noch Handarbeit und benötigt vielfältige Ressourcen. 
Dank zahlreicher Skandale in der Textilindustrie, wissen die meisten Menschen um die verheerenden Zustände. Doch als Konsument*in scheinen sie das zu vergessen.  

Die Ausstellung „Zwei Euro“ von den Designerinnen Anna Zeitler und Charlotte Ehrt beleuchtet sprichwörtlich die Kehrseite des leichtfertigen Konsums. Der Kiosk wird zur Blackbox der Textilindustrie. 
Bei Tageslicht lockt  ein vermeintlich schickes Schaufenster, mit spektakulären Preisen.
Doch wenn die Geschäfte schließen und nur noch spärlich beleuchtet sind, erscheint der Kiosk in einem anderen Licht...

Die Künstlerinnen: 
Anna Zeitler hat im Februar 2016 ihren Master-Abschluss in Conceptual Fashion Design an der Burg Giebichenstein absolviert. Seit dem ist sie als nachhaltige Modedesignerin und Workshopleiterin für die Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Kleidungskonsum selbstständig tätig. Sie bearbeitet diesen Themenkomplex mit Schüler.innen im Rahmen von Projekttagen und entwickelt Upcycling Produkte. Sie engagiert sich seit 2016 im Verein future fashion forward in Berlin. 

Charlotte Ehrt ist ebenfalls Absolventin der Burg Giebichenstein im Fachbereich Spiel- und Lerndesign. Sie ist seit 2014 freiberufliche Designerin von textilem Spielzeug und arbeitet an (Ausstellungs-)Projekten zu gesellschaftspolitischen Themen wie Netzpolitik oder Nachhaltigen Spielzeug. Seit 2013 engagiert sie sich im hr.fleischer e.V..

Die Themen Nachhaltigkeit und bewusster Kleidungskonsum verbindet die beiden und hat sie schon in vergangenen Projekten zusammen geführt. Sie möchten den gesellschaftlichen Prozess hin zu nachhaltiger Lebensweise aktiv voran treiben und mitgestalten. Der Kiosk als freier Kunstraum ermöglicht es, ihr Anliegen in einer neuen Ausdrucksform zu realisieren. 


Voraussichtlich gefördert von der VG Bild Kunst, vom Land Sachsen-Anhalt und von der Stadt Halle (Saale)