Ausschreibung Projektstipendium 2017

UPDATE 10.04.2017: Das Projektstipendium 2017 "Mach den Kiosk" wurde vergeben an die Berliner Tänzerin und Performancekünstlerin Chiara Kastner. Das Ergebnis des Stipendiums "hr.fleischer pfle|gekiosk. Take Care!" wird vom 23.05. bis 17.06.2017 am Kiosk gezeigt.

Mach den Kiosk!

Projektstipendium des hr.fleischer e.V.


Der hallesche Kunst- und Projektraum hr.fleischer e.V. schreibt 2017 zum zweiten Mal ein Projektstipendium aus. Professionelle Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, für den ehemaligen Zeitungskiosk an einem zentralen Knotenpunkt der Stadt Halle (Saale) ein Kunstprojekt zu realisieren, das auf diesen Ort zugeschnitten ist.





Der gemeinnützige Verein "hr.fleischer" versteht sich als Kommunikationsplattform zwischen der Öffentlichkeit der Stadt Halle sowie Künstlern und Designern. Als Zentrum der Vereinsaktivitäten dient der Kiosk am Reileck vom Typ K 600. Im Unterschied zu anderen Ausstellungsräumen ist ein Kiosk als Alltagsphänomen jedem vertraut. Man kennt ihn als sozialen Kontaktpunkt und zwanglosen Aufenthaltsort. Die Irritation der Umnutzung dieser ehemaligen Verkaufsstelle in eine Ausstellungsfläche weckt die Neugier der Passanten. Diese Neugier nutzen wir als Ausgangspunkt für Aktionen, Kunstvermittlung und Diskussionen. Aufgrund der hohen Frequentierung des Reilecks erreichen wir eine große Öffentlichkeit aller Bevölkerungsschichten.

Der Kiosk steht im Mai/Juni 2017 für die Ergebnisse des mit 1.000 € dotierten Projektstipendiums zur Verfügung. Von den Bewerberinnen und Bewerbern werden bis 31.1.2017 u. a. eine halbseitige Projektbeschreibung und ein Zeitplan erwartet, die Ende Februar von einer fünfköpfigen Jury bewertet werden. Das Stipendium ist dem Andenken unseres tragisch zu Tode gekommenen Gründungsmitglieds Juliane Noack gewidmet.

Einsendungen bitte bis 31. Januar 2017 an kiosk@herrfleischer.de, möglichst digital als PDF-Datei.






Ausschreibungsdetails:

  • Realisierung des Projekts/der Ausstellung: 22.5.2017–19.6.2017 (Beginn Aufbau–Ende Abbau)
  • keine Alters- oder regionale Beschränkung
  • Voraussetzung: professionell arbeitende Künstlerinnen, Künstler oder Künstlergruppen
  • Die Gesamtsumme von 1.000 € steht für die Realisierung des Projekts zur Verfügung, dazu gehören unter anderem Reise- und Materialkosten. Darüber hinaus übernimmt der Verein keine weiteren Kosten, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstehen.
  • Die Auszahlung des Projektstipendiums erfolgt nach der verbindlichen Zusage des Bewerbers/der Bewerberin und vor Start der Ausstellung. Sofern das Projektstipendium an eine Künstlergruppe vergeben wird, erfolgt eine anteilige Auszahlung an die einzelnen Mitglieder der Gruppe. 
  • Der Kiosk funktioniert wie ein Schaukasten und ist permanent einsehbar. Bei Installationen, die eine Begehbarkeit des Kiosks vorsehen, kann der Verein weder Beaufsichtigung noch permanente Öffnungszeiten anbieten.
  • Im Kiosk kann folgende Infrastruktur kostenlos genutzt werden: Strom, Lichtsystem, Kioskeinbauten (Details auf Anfrage); Gestaltung und Schneidplot der Folien für die Beleuchtungskästen (auf Wunsch auch Gestaltung durch die Stipendiatin/den Stipendiaten).
  • Wasseranschluss und Internet sind nicht vorhanden. 
  • Die Exponate bzw. die Bestandteile der Installation sind während der Laufzeit der Ausstellung nicht versichert.
  • Der Stipendiatin/dem Stipendiaten stehen außer dem Kiosk keine weiteren Arbeitsräume oder Werkstätten zur Verfügung.
  • Der Verein kann keine Druckkosten für Werbematerialien übernehmen. Er bewirbt die Ausstellung über Website, Facebook sowie den regionalen und überregionalen Presseverteiler auf digitalem Weg. Der Verein dokumentiert das Projekt fotografisch.
  • Aufmaße des Kiosk siehe unten
  • Von der Stipendiatin/dem Stipendiaten wird die Realisierung des Projekts unter Einhaltung des Zeitplans und der Projektskizze erwartet. Sie/er soll einen Text und eine Abbildung (inkl. Bildrechte) für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stellen. Ihre/seine Anwesenheit wird mindestens zum Aufbau, zur Eröffnung und zur Finissage erwartet. Nach Ausstellungsende ist der Zustand bis zur Übergabe wiederherzustellen.
  • Folgende Dokumente sollen eingereicht werden (vorzugsweise digital als PDF, in Ausnahmefällen auch in Absprache per Post mit ausreichend frankiertem Rückumschlag): Lebenslauf, Auflistung von Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Beschreibung der bisherigen künstlerischen Arbeit mit Fotos (Portfolio), Skizze des geplanten Projekts (ca. 1/2 Seite) plus Zeitplan.
  • Die bis zum Stichtag eingegangenen Bewerbungen werden von einer 5-köpfigen Jury, bestehend aus Vereinsmitgliedern, begutachtet: Matthias Behne (Designer), Charlotte Ehrt (Spiel- und Lerndesignerin), Katrin Eitner (Galeristin), Rita Lass (Buchkünstlerin), Jörg Wagner (Bildender Künstler).
  • Vom ausgewählten Bewerber/der Bewerberin wird binnen zwei Wochen eine verbindliche schriftliche Zusage erwartet.
  • Ablaufplan: Bewerbungsschluss: 31.1.2017; Auswahlsitzung: Ende Februar 2017; Annahme des Bewerbers/der Bewerberin: Ende Februar 2017; Beginn Aufbau: 22.5.2017; Übergabe des leeren und gereinigten Kiosks bis 19.6.2017