Vorschau

Soundradtour mit Hörspiel auf Verlangen
»Bühne sucht Bretter, Fahrrad vorhanden«Sonntag, 27. Mai 2018
Start 10:30 Uhr am Kiosk
























Der Kiosk am Reileck ist Teil des Veranstaltungsprogramms zum Tag der Freien Theater in Halle unter dem Titel "Bühne sucht Bretter, Stühle vorhanden."
Fettet die Ketten und kommt mit zur Radtour! 10:30 Uhr ist Treffpunkt am Kiosk, wo unser herzallerliebster Kunstraum in Bezug auf die Freie Theaterszene Halles vorgestellt wird.
Von dort aus radeln wir los zum WUK Theater Quartier, wo sich verschiedene Theaterschaffende und Künstler präsentieren, dann weiter zum Künstlerhaus 188, in dessen Club 188 die schillerBühne ein Zuhause gefunden hat und das Finale der tour de théatre ist die Goldene Rose mit Theater Apron. Unterwegs lauschen wir improvisierten Liedern aus dem Repertoire des Hörspiel auf Verlangen.
Moment. Improvisiert und Repertoire? Wie passt das zusammen: Seit mehreren Jahren veranstaltet Hörspiel auf Verlangen die sogenannte "ImproJukebox" am Kiosk. Dabei werden aus spontanen Ideen des Publikums direkt Lieder improvisiert. Auch in den monatlichen Sendungen auf Radio Corax hat Hörspiel auf Verlangen den Drang, Songs zu erfinden, die man mehr als einmal live hören möchte. Die Megahits aus diesem Fundus werden wir am 27. Mai hören können!
Und wer dann Lust bekommt, sein ganz eigenes Lied erfinden zu lassen: In diesem Jahr wird die ImproJukebox im Rahmen der fête de la musique am 21. Juni um 19 Uhr am Kiosk stattfinden.
Denn wir alle brauchen Lieder.
Für die "Bühne sucht Bretter, Fahrrad vorhanden"-Tour könnt ihr euch hier anmelden: kontakt@freiespielstättenhalle.deAlle Veranstaltungen des Tages sind kostenfrei.
Mehr Infos zum Tag der Freien Theater findet ihr hier:
http://freiespielstättenhalle.de
hier:
https://www.facebook.com/FreieSpielstaetteHalle/?ref=br_rsund hier:
www.hoerspiel-auf-verlangen.de

KIOSKMUSIK 002 – Tropische Melodienvon und mit Muskelberg3k, Mad Linn sowie Tim Rosenbaum
am 2. Juni 2018 von 14:00 bis 18:00 Uhr











Am 2. Juni startet um 14.00 Uhr die zweite Auflage der „Kioskmusik“. Die Veranstaltungsreihe, initiiert und realisiert von Tim Rosenbaum, findet jeweils parallel zu den aktuellen Ausstellungen am Kiosk hr.fleischer statt.

Die "Kioskmusik 002" steht unter dem Motto „Tropische Melodien“. Aus Bude wird Gewächshaus. Muskelberg3k schwingt die Liane von Dresden nach Halle und spielt seine Trommelmusik. Mad Linn verschreibt sich unter anderem dem in der afroamerikanischen Funk- und Soul-Musik verwurzelten Wortsport.

Mehr Informationen zu den Künstler*innen:
Mad Linn (https://soundcloud.com/mad-linn)
Muskelberg3k

 

 

Paradies

eine Ausstellung von Matthias Behne und Udo Israel

vom 23. Juni bis 26. Juli 2018
Aktionstermine:
Tag 1 (Sa 23. Juni 2018, 14-17 Uhr): Vermessung des Paradieses
Tag 5 (Mi 27. Juni 2018, 16 Uhr): Verlesung des Paradieses
Tag 14 (Fr 6. Juli 2018, 19 Uhr): Anschauung des Paradieses
Tag 23 (So 15. Juli 2018, 17 Uhr): Beschallung des Paradieses
Tag 34 (Fr 26. Juli 2018): Vertreibung des Paradieses



Vom 23. Juni bis 26. Juli 2018 verwandelt sich der Kunst- und Projektraum Herr Fleischer am Reileck in Halle (Saale) in ein Paradies, an dessen Entstehen die Besucher mitwirken können. Die Idee: Am Anfang existiert im Kiosk eine unwirtliche, nicht einladende Fläche – eine Wüste. Gäste sind eingeladen, den Ort zu gestalten, zu beleben, zum Paradies zu machen. Sie bringen (Zimmer-)Pflanzen für den entstehenden Garten. Sie helfen dabei, diese zu positionieren. Schließlich dürfen sie selbst das Paradies bevölkern. Dafür wählen sie ein passendes Outfit und lassen sich fotografieren. Die Fotoabbilder werden im Kioskgarten installiert. Zur fortlaufend wachsenden Installation im Kiosk gehören fünf Aktionstermine, an denen das Paradies gemeinsam gestaltet wird.


 

 

 

Sailor's Secret
eine Ausstellung von Imke Lohmannvom 27. Juli bis 30. August 2018





Improtheatersoap „ReilEcke 1988“

Glasnost & Perestroika – eine Improtheatersoap
von Hörspiel auf Verlangen

31.8.2018 / 20.00 Uhr sowie 26.10.2018 / 20.00 Uhr
















Dieses Projekt ist gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und durch die Stadt Halle.

Kontakt:
www.hoerspielaufverlangen.de
kontakt@hoerspielaufverlangen.de




Luftvolumen II

eine Ausstellung von Jörn Plaß 

vom 30. Dezember 2018 bis 8. Februar 2019









































>> Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern [...] macht sichtbar,<< konstatierte Paul Klee 1919. Sie zielt nicht auf die Nacharmung des Augenscheinlichen, sondern versucht, verborgene Strukturen aufzuspüren. Sichtbarmachung impliziert stets die Präsenz einer vorhandenen, aber nicht bewusst wahrgenommen Ebene, die sich interpretatorisch darstellen lässt. Eine wichtige Aufgabe von Kunst ist es daher, über das allgemein Bekannte hinauszugehen und auf latente Sinnschichten zu verweisen. Den Blick zu lenken auf unentdeckte Dinge des Alltags -
also auf jenes Naheliegende, das übersehen wird, obschon oder gerade weil es sich unmittelbar vor unseren Augen befindet.
Der Künstler Jörn Plaß verwendet in seinen installativen Arbeiten oft gewöhnliches Material, das er direkt seinem Lebensalltag entnimmt. er sammelt Dinge, die funktionslos erscheinen oder in ihrer täglichen Präsenz kaum wahrgenommen werden. Dieses Ausgangsmaterial dekontextualisiert er und setzt es neu zusammen. Die kombinierten Objekte werden hierbei ihres ursprünglichen Verwendungszwecks enthoben und poetisch inzeniert. Durch die Montage der vertraut wirkenden Einzelteile zu einem befremdlichen Ganzen entsteht eine subtile Spannung,die es ermöglicht, die Assemblage jederzeit gedanklich zu dekonstruieren.
Am Material selbst nimmt Jörn Plaß oft nur geringfügige Eingriffe vor. Keramikartikel garniert er mit Zuckerstreuseln. Weihnachtskugeln mit Lametta und präsentiert diese objets trouvés auf fragil wirkenden, selbstmontierten Holzsockeln. Auf diese Weise eignet er sich die Gegenstände an und verfremdet sie zugleich. In seinen Installationen erforscht der Künstler Raumwirkung und -volumen. Die Enge und Abgeschlossenheit , aber auch die Guckkastensituation und Blicklenkung durch die Glasfront inspirierten ihn zu einer voluminösen, pneumatischen Arbeit. Handelsübliche, grüne Plastiktüten fügt er zu hauchdünnen, durch einen Ventilator mit Luft befüllten Schläuchen zusammen. Eine Zeitschaltuhr reguliert den Befüllungzustand, sodass das Raumvolumen im Wechsel Kontur erhält und wieder verliert. Da sich dieser Prozess über mehrere Stunden erstreckt, ist er kaum wahrnehmbar. Die Wirkung des Raumes verändert sich schleichend und oszilliert zwischen relativer Leere und berstender Enge. Durch die Luftschläuche ergeben sich verschiedene geformte, von hinten angestrahlten Raumebenen mit komplexen Überlagerungen und Perspektiven.
Der Ausspruch Paul Klees erfährt in Jörn Plaß' Installation eine sehr anschauliche Interpretation. Hier wird etwas erkennbar, das per se unsichtbar ist. Das Volumen der Luft - jenes gasförmiges Gemischs, das wir optisch nicht wahrnehmen können, erhält eine Form. Durch diese Visualisierung wird das Nicht-Sichtbare in seiner Tiefe und eigentlichen Fülle sichtbar.


Text: Astrid Köhler, kleinraumdisko Sylvia Franzmann und Lisa Seebach (Hg.)

Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).